Porec Allgemeine
Informationen
In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts besuchten viele
prominente Gäste die Stadt: die Erzherzogin Stephanie, die
Erzherzöge Karl Stephan und Karl Ludwig oder der Herzog von
Parma, ja sogar der chinesische Gesandte Li Fong Pao! In PoreC wurde
das erste Hotel errichtet (Alla cittá di Trieste). Das erste
öffentliche Strandbad von PoreC wurde 1895 auf der Insel Sveti
Nikola eingerichtet, und 1910, gleichzeitig mit dem Bau des ersten
großen Hotels (Riviera), das auch heute an derselben Stelle
steht, wurde auf der Südseite der Stadt das gleichnamige Bad
angelegt. Seit 1900, als eine Vorschrift über Preislisten für
Speisen, Getränke und Zimmer erlassen wurde, wurde in Porec
viel in den Fremdenverkehr investiert. In den 70er Jahren wurde
die Stadt einer der berühmtesten kroatischen Ferienorte. Als
Ferienort mit den meisten Hotels, Appartementsiedlungen, Campingplätzen,
Privatzimmern – bietet PoreC seinen Gästen verschiedenartige
Inhalte. Im Ort gibt es über Hundert Tennisplätze, Fitness-Zentren
sowie Sportplätze für alle möglichen Sportarten.
Reiten, Wasserski, Bungee Jumping, Segeln und Tauchen sind nur einige
Sporte, die man treiben kann. Im Laufe des Jahres finden viele Veranstaltungen
statt: Konzerte klassischer Musik (Mai–September) in der Euphrasius-Basilika,
Jazz-Abende im Lapidarium des Museums von PoreC oder malerische
Volksfeste im nahegelegenen Tara und Funtana. Durch PoreC fährt
regelmäßig ein touristischer Zug. Den Nautikern steht
ein Jachthafen zur Verfügung, während im benachbarten
Vrsar der Sportflughafen “Crljenka” liegt.
Brulo – Porec: Brulo
ist eine Hotelanlage in einem Kiefernwäldchen oberhalb eines
felsigen Strandes, mit vielen Terrassen, angelegten Wegen und Schwimmbecken.
Plava laguna – Porec.
Die Feriensiedlung Plava laguna (Blaue Lagune) erstreckt sich über
zwei Halbinseln. Sie ist eine der ersten Hotelsiedlungen in Istrien,
und liegt in einem gepflegten immergrünen Wald am flachen Felsufer,
mit eingerichteten Stränden.
Zelena laguna – Porec.
Die Feriensiedlung Zelena laguna (Grüne Lagune) liegt am bewaldeten
und gegliederten Ufer mit einem schönen, flachen Badestrand.
Ungefähr 20 Tennisplätze, Basketball- und Fußballplätze,
Minigolfanlagen, sowie Trimm-pfade, Sporthallen und Reitpferde stehen
den Gästen zur Verfügung. Außer in Hotels und Appartements
kann man auch in Campingplätzen Unterkunft finden. Zur Siedlung
gehört ein kleiner Jachthafen mit etwa hundert Liegeplätzen.
Jachhafen Parentium: 200 Liegeplätze
im Meer und weitere 50 Plätze an Land.
Die Insel Sveti Nikola – Porec.
Zwischen der Insel und dem Stadthafen verkehrt regelmäßig
ein Schiff. Am felsigen Ufer gibt es eingerichtete Strände
und einige Tennisplätze.
Pical – Porec. Einige
Minuten zu Fuß von der Altstadt entfernt, liegt Pical inmitten
eines üppigen Waldes über einem herrlichen Strand. Zur
Verfügung stehen: 12 Tennisplätze, Hallen- und Freibäder
sowie einige Kongreßsäle.
Spadici-Materada – Porec.
Hier befindet sich Ulika, einer der ersten naturistischen Campingplätze
an der Adria. Er liegt in der unmittelbaren Nähe eines langen
und schönen felsigen Badestrandes und ist von unüberschaubaren
Olivenhainen umgeben. Vom Campingplatz führt ein Pfad am Meer
entlang zur Bucht Sveti Martin und den Hotels Materada, Turist und
Luna mit dazugehörenden Bungalows. Die Natur ist hier noch
unberührt und das Meer kristallklar.
POREC, Stadt, Hafen und Fremdenverkehrsort
an der Westküste Istriens. Die Halbinsel hat die Grenzen der
Siedlung bestimmt, wo noch heute römische Bauelemente erhalten
sind wie die Hauptstraßen Cardo und Decumanus. Die Landschaft
um PoreC ist eine flache und sanfte Ebene zwischen dem Mirna-Tal
im Norden und der Bucht Limska draga im Süden. Es herrscht
ein sehr mildes Klima, ohne große Schwüle im Sommer;
die mittlere Lufttemperatur beträgt im August, dem wärmsten
Monat, 24 °C und im Januar 4,5 °C.
Die jährliche Niederschlagsmenge liegt im Durchschnitt bei
920 mm und ist gleichmäßig übers ganze Jahr verteilt,
so daß die Vegetation sehr üppig ist; die Kiefern- und
Pinienwälder reichen stellenweise bis ans Meer. Der alte Stadtkern
liegt auf einer kleinen Halbinsel, die durch einen künstlichen
Kanal vom Festland getrennt ist. Vom Meer wird sie durch die Insel
Sveti Nikola (Fels- und Sandstrand) geschützt. An der schönen,
mit Kiefern umgebenen Bucht südlich der Stadt wurde ein Seebad
und der geräumige Campingplatz eingerichtet, etwas weiter in
Richtung Süden liegen die Feriensiedlungen Plava laguna und
Zelena laguna. Nördlich der Stadt befindet sich die Fereinsiedlung
Pical.
Geschichte
Im 2. Jh. römisches Castrum; später erhält sie den
Status eines Munizipiums, im 1. Jh. ist sie unter dem Namen Colonia
Julia Parentium bekannt. Zum Bischofssitz wurde sie bereits zwischen
dem 3. und 4. Jh. Nach dem Untergang des Weströmisches Reiches
wird sie von den Ostgoten eingenommen, seit 539 unter Byzanz, im
Jahre 788 kommt sie unter die Herrschaft der Franken. Im 12. Jh.
wird in PoreC eine kommunale Selbstverwaltung eingeführt. Seit
1232 steht die Stadt unter der Herrschaft der Patriarchen von Aquileia
und ab 1267 unter Venedig. Im Jahre 1354 wird sie von den Genuesen
geplündert. Ende des 16. und Anfang des 17. Jh. ist wegen der
Pest die Einwohnerzahl der Stadt wesentlich zurückgegangen.
In der zweiten Hälfte des 17. Jh. ließen sich Ansiedler
aus Süddalmatien in der Stadt und Umgebung nieder. Nach dem
Untergang Venedigs im Jahre 1779 fiel PoreC an Österreich.
Seit 1861 war es die Hauptstadt Istriens und Sitz des Istrischen
Landtags; 1918–43 stand PoreC unter Italien. Im 2. Weltkrieg
(1944) ist die Stadt durch Bombenangriffe stark zerstört worden.
Weltkulturerbe
Der Komplex sakraler Gebäuden aus dem 6. Jahrhundert
liegt im nordöstlichen Teil des historischen Stadtkerns von
Porec, auf dem Gebiet einer antiken Insel. Er wurde in der Zeit
von Bischof Euphrasius gebaut. Dominierend wirken die dreischiffige
Basilika, das Atrium, der Vorraum, die achteckige Taufkapelle und
der Bischofspalast sowie das Vikariat aus dem 13.- 15. Jahrhundert,
ein Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert und zwei Kapellen aus dem
17.- 19. Jahrhundert. Die Apsis der Basilika ist mit figürlichen
Mosaiken prunkvoll geschmückt, die mit den Mosaiken von San
Vitale in Ravenna zu den außergewöhnlichsten Beispielen
der Mosaikkunst in Europa zählen.
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