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Willkommen in Istrien !

Die Kultur Istriens, der größten Halbinsel an der adriatischen Küste, ist geschichtlich durch die Entwicklung kleiner Städte und die Einflüsse verschiedener Kulturtraditionen geprägt. Die Verknüpfung von Lebenskulturen, die einerseits für das Festland und andererseits für die Küstenorte charakteristisch sind, hat sowohl das Erscheinungsbild der istrischen Städte als auch die Volksbräuche und die Gastronomie beeinflusst.


Istrien Wichtige Informationen für Ihren Kroatien Urlaub

Die größten Ortschaften im Landesinneren sind Buzet, Pazin, Motovun, Zminj und Buje. Buzet liegt am Fuße des Cicarija-Berges und war bereits zur Römerzeit besiedelt. Im Mittelalter war es eine befestigte Stadt, deren Wehrmauer im Laufe der späteren Jahrhunderte ausgebaut wurde. Der Hauptplatz ist auf einem Felsen entstanden. Dort befindet sich die im 18. Jahrhundert im Barockstil erneuerte Pfarrkirche.

Die malerische Umgebung der Stadt ist für ihr gutes gastronomisches Angebot bekannt. Ihre Bewohner pflegen noch heute die volksmusikalische Tradition der Klagelieder (kroat. bugarenje = wehklagen) sowie schöne Volkstänze. In der unmittelbaren Umgebung von Buzet findet man einige kleinere Städtchen mit wertvollen Kultur- und Kunstdenkmälern: Oprtalj, Hum, Draguc, Roc und Sovinjak. In Oprtalj ist die Pfarrkirche mit ihrem spätgotischen Gewölbe und Wandmalerein aus dem 15. Jahrhundert erhalten. In Hum befindet sich eine romanische Friedhofskapelle mit Fresken aus dem 12. Jahrhundert und in Draguc die Kirche des hl. Rochus, die mit Fresken eines istrischen Malers aus dem 16. Jahrhundert ausgemalt ist.

Pazin ist die größte Stadt in Mittelistrien. Der alte Stadtkern liegt über der mehr als 100 m tiefen Fojba-Schlucht, in die der Pazincica-Bach hinabstürzt. Bei starken Regenfällen entsteht in der Schlucht ein See, der bis zu 3 km lang werden kann. Die erste Erwähnung dieses Naturphänomens findet man im phantastischen Roman "Mathias Sandorf" von Jules Verne aus dem Jahr 1885. In diesem Roman spielt die berühmte Schlucht, die durch einen unterirdischen Gang mit der Bucht von Lim verbunden ist, eine wichtige Rolle. Doch in Wirklichkeit gab es keinen solchen unterirdischen Gang. Die im 10. Jahrhundert erstmals urkundlich genannte Stadt erhielt ihr heutiges Aussehen im 16. Jahrhundert, als sie sich in nördlicher und östlicher Richtung ausbreitete. Die Pfarrkirche St. Nikolaus aus dem 15. Jahrhundert hat einen spätgotischen Altarraum mit Fresken im Gewölbe und an den Wänden. Im Gebäude des städtischen Kastells ist heute das Ethnographische Museum mit einer wertvollen Sammlung untergebracht. Schon im 16. Jahrhundert erhielt Pazin das Marktrecht. Bis auf den heutigen Tag wird traditionell jeden ersten Dienstag im Monat der Viehmarkt abgehalten. Unweit von Pazin liegt das Dorf Beram, das für das Friedhofskirchlein Sveta Marija na Skriljinah (St. Maria am Felsen) bekannt wurde. Dort kann man einen berühmten Freskenzyklus von Vincent aus Kastav aus dem 15. Jahrhundert bewundern. In der Nähe liegt der Ort Lindar mit der Katharinenkirche, deren ungewöhnliches Fresko "Lebensbaum" zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstand. Auch die Ortschaft Sveti Petar u sumi (St. Peter im Walde) mit dem sehenswerten Gebäudekomplex eines ehemaligen Benediktinerklosters, das später von den Paulinern umgebaut wurde, lädt zu einem Ausflug ein.

Motovun ist eine der malerischsten Ortschaften Istriens und liegt auf einem hohen Bergrücken in dem idyllischen Flusstal der Mirna. Im oberen Teil der gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer wurde vor kurzer Zeit ein Spazierweg eingerichtet. Von hier aus bietet sich ein einmaliger Ausblick auf das Mirna-Tal. Die Zisterne auf dem Hauptplatz diente einst der Wasserversorgung, besonders während der Stadtbelagerungen, und zeugt von der bewegten Geschichte dieses Raums. Unweit des Orts erstreckt sich der Wald von Motovun (Motovunska suma), in dem man Tröffel finden kann, die bekannteste gastronomische Spezialität dieser Gegend. In Motovun wird seit kurzem auch ein internationales Filmfestival abgehalten. Die Ortschaft Zminj, die auf einem Hügel zwischen den Tälern Limska draga und Raska dolina liegt, ist berühmt wegen ihres reichen Kulturerbes aus verschiedenen Epochen - von altkroatischen archäologischen Funden aus dem 11. Jahrhundert bis hin zur neuzeitlichen Kirchenarchitektur. Die gesamte Gegend lockt mit ihren traditionellen Gerichten alljährlich Feinschmecker aus nah und fern an. Zum Angebot gehören Manestra, eine Gemüsesuppe; Supa, eine Weinsuppe mit trockenem Brot, etwas Öl und Pfeffer, sowie Würste mit Sauerkraut und nicht zuletzt die Landweine Teran und Malvazija. In Zminj wird Ende August eines der ältesten istrischen Volksfeste (Bartulja) zu Ehren des Stadtpatrons, des hl. Bartholomäus, veranstaltet. Im Juli findet ein Wettkampf im Akkordeonspielen statt.

Die Ortschaft Buje wurde in römischer Zeit gegründet und bildet heute den Mittelpunkt eines Gebiets, das sich auf Landwirtschaft und vor allem auf den Weinanbau spezialisiert hat. Die Weinstraßen, die vielen Gasthäuser (kroat. konoba) mit ihrem guten Angebot traditioneller Speisen und istrischer Landweine sind unter Feinschmeckern und Weinkennern wohl bekannt. 7 km nordöstlich liegt die Ortschaft Momjan, die von dem Berg Sveti Mauro überragt wird. Von dort bietet sich ein einmaliger Ausblick auf ganz Istrien, von der Küste bei Umag bis zum Gipfel der Ucka.

An der istrischen Nordwestküste liegt der alte Fischerort Savudrija. In dieser grünen Landschaft reichen die Wälder bis an das Meer heran. Laut Überlieferung besiegten die Venezianer hier im 12. Jahrhundert die vereinigten Flotten von Friedrich Barbarossa und Papst Alexander III. In Savudrija ist ein Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert erhalten, der lange Zeit als der größte an der Adria galt. Er ist noch immer in Funktion. Die Anfänge des Fremdenverkehrs reichen in das ausgehende 19. Jahrhundert zurück. Damals wurden die ersten Erholungsheime errichtet, die wegen ihrer ruhigen Lage und der schönen Küstenlandschaft Gäste aus ganz Europa anzogen. Viele lokale Gaststätten bieten auch heute eine interessante Kombination kontinentaler und mediterraner Kochkunst an. In der nahe gelegenen Ortschaft Zambratija wird im August ein Volksfest zu Ehren der hl. Maria Magdalena veranstaltet. Eine Besonderheit dieser Gegend ist die alte Art, wie die Fischer ihre Boote versorgen. Sie werden nämlich an einer Holzkonstruktion hochgezogen, ähnlich wie die Rettungsboote an Passagierschiffen.

Südlich von Savudrija liegt die alte Küstenstadt Umag. Sie ist heute mit den nahe gelegenen Hotelanlagen und Feriensiedlungen zusammengewachsen. Hier findet seit zehn Jahren das ATP-Tennis-Turnier "Croatia Open" statt. Umag gehört zu den städtebaulich modernsten Küstenorten; an dem Projekt der Neugestaltung von Umag haben nahmhafte kroatische Designer teilgenommen. In der Stadt findet man auch einen gut ausgestatteten Jachthafen - das Ziel vieler Segler auf ihren Adriatörns.

Südlich von Umag befindet sich Novigrad, das man nach einer kurzen Autofahrt auf der Küstenstraße erreicht. Die Ortschaft liegt am nördlichen Ufer der Mirna-Mündung, die bereits in der Antike besiedelt war. Die zahlreichen an historischen Gebäuden und Kirchen sichtbaren Stilrichtungen zeugen von häufigen Veränderungen im Laufe der Geschichte. Novigrad blickt auf eine lange Fremdenverkehrstradition zurück; die ersten Touristen kamen bereits Ende des 19. Jahrhunderts hierher. Heute zieht Novigrad die modernen Nomaden nicht nur wegen des kristallklaren Meerwassers und der schönen Badestrände an, sondern auch dank seines reichen Freizeitangebots. Das Mirna-Tal ist nämlich als Jagdgrund bekannt, aber wer es ruhiger mag, wird sich mit einer Kanufahrt auf dem Fluss begnügen. In den Abendstunden lockt das alljährlich im Sommer stattfindende Jazzfestival viele Gäste in die Stadt. Ende August findet ein dreitägiges Fest zu Ehren des Schutzpatrons Pelagius statt, bei dem man die alten Volksbräuche bewundern kann.

Weiter südlich an der Küste liegt Porec, die an historischen Denkmälern reichste Stadt Istriens. Im Stadtkern kann man noch heute das römische Grundmuster aus rechtwinklig sich kreuzenden Straßen gut erkennen. Besonders sehenswert ist die Euphrasius-Basilika aus dem 6. Jahrhundert mit wunderschönen Mosaiken aus justinianischer Zeit, die unlängst in das UNESCO-Verzeichnis des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Auch einige romanische und gotische Wohnhäuser sind gut erhalten. Die Stadt hat zahlreiche schöne Badestrände aufzuweisen. Die meistbesuchten befinden sich auf der Insel Sveti Nikola, die der Stadt vorgelagert ist. In Porec und seiner Umgebung reichen die Pinienwälder bis ans Meer heran. Von der langen Fremdenverkehrstradition zeugt der erste Stadtführer aus dem Jahr 1845. Man kann die Stadt auch mit dem Boot erreichen. Der gut ausgestattete Jachthafen bietet viele sichere Anlegeplätze. Bei Vrsar unweit von Porec befindet sich ein kleiner Sportflugplatz. Nicht weit entfernt liegt ein weiteres malerisches Küstenstädtchen - Rovinj, das an einem stark gegliederten Küstenabschnitt mit vielen vorgelagerten Inseln gegründet wurde. Die Schönheit der Stadt und ihrer Umgebung führte bereits im 19. Jahrhundert zur Eröffnung erster Sanatorien, der Vorläufer der heutigen Feriensiedlungen. Die Stadt lag ursprünglich auf einer kleinen Insel und wurde bereits im 7. Jahrhundert erwähnt. Später wurde die Insel durch eine Geländeaufschüttung mit dem Festland verbunden. Rovinj war einst durch eine doppelte Wehrmauer befestigt, die inzwischen abgerissen wurde. Ihre Teile wurden beim Bau später errichteter Gebäude verwendet. Das Stadtbild wird von der Kirche der hl. Euphemia mit dem 60 m hohen Glockenturm beherrscht, dessen Spitze die Statue der Schutzheiligen ziert. Besonders reizvoll sind die vorgelagerten Inseln Sveta Katarina, Sveti Andrija und Crveni otok, wo sich einst ein Benediktinerkloster befand. Dieses Kloster wurde von den Franziskanern ausgebaut. Später entstand daraus ein Schloss, das vor kurzer Zeit wiederum zu einem Hotel umgebaut wurde. Der Jachthafen von Rovinj bietet Seglern und Motorbootfahrern zu jeder Jahreszeit guten Schutz vor allen Winden.

Pula ist die größte Stadt Istriens und liegt an der Südspitze der Halbinsel. Sie entstand an der Stelle einer ursprünglich illyrischen Siedlung, die später zur römischen Kolonie wurde. Durch die gut geschützte Bucht von Pula, die seit jeher als sicherer Naturhafen bekannt ist, kann man die Stadt vom Meer aus erreichen und im Jachthafen unweit des Stadtzentrums anlegen. Das Wahrzeichen von Pula ist das große, gut erhaltene Amphitheater aus dem 1.-2. Jahrhundert n.Chr., das einst über 20.000 Zuschauer aufnehmen konnte. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen auch der Triumphbogen der Sergier und der Augustustempel, beide aus dem 1. Jahrhundert. Auf dem ehemaligen römischen Forum stand einst an der Nordseite ein weiterer Tempel, von dem heute nur eine Mauer erhalten ist, die in das Rathaus aus dem 13. Jahrhundert eingebaut wurde. Vor dem ehemaligen Stadttor befand sich ein großer römischer Friedhof, den Dante Alighieri im IX. Gesang seiner "Göttlichen Komödie" erwähnt. Der Spaziergang durch das Zentrum von Pula ist wie ein Ausflug in die Geschichte, die in jedem Stadtteil ihre Spuren hinterlassen hat. Zahlreiche Überreste antiker Denkmäler werden im Archäologischen Museum Istriens bewahrt. Die vielen Kirchen der Stadt zeugen von der Kultur des Mittelalters und der Neuzeit. Die Kapelle der ehemaligen Kirche Santa Maria Formosa ist ein schönes Beispiel für die Architektur des 6. Jahrhunderts. In der Franziskanerkirche wird ein Flügelaltar vom Ende des 14. Jahrhunderts bewahrt, der die istrische Holzschnitzkunst der Gotik veranschaulicht. Die Domkirche Mariä Himmelfahrt wurde im 5. Jahrhundert errichtet und später mehrmals umgebaut. Der Außen- und Innenraum weisen daher verschiedene Stilrichtungen auf - von dem römischen Sarkophag, der als Altar benutzt wird, über mittelalterliche Baufragmente bis hin zur Renaissance. Die Stadt wird von einem Kastell beherrscht, das an der Stelle einer vorgeschichtlichen Wallburg entstand und seine heutige Form im Zeitraum vom 16. bis zum 19. Jahrhundert erhielt. Heute ist in dieser Festung das Historische Museum Istriens untergebracht. Die Anfänge des Fremdenverkehrs in Pula sind eng mit der Geschichte verbunden, weil die ersten Touristengruppen, welche die Stadt besuchten, Liebhaber von Altertümern waren. In Pula wird seit den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts ein Filmfestival mit Filmvorführungen im römischen Amphitheater abgehalten. In der Nähe der Stadt befindet sich ein internationaler Flughafen. Aus der benachbarten Ortschaft Fazana kann man mit einem Schiff den Nationalpark Brijuni erreichen. Die malerischen Brijuni-Inseln zogen bereits in der Antike Menschen an, die Ruhe und landschaftliche Schönheit bevorzugten. Davon zeugen heute noch Reste eines römischen Landhauses. In der Nähe von Pula befinden sich Medulin, ein Ort mit wunderschönen Badestränden, sowie Barban, eine malerische, mittelalterlich anmutende Ortschaft, wo bereits seit dem 17. Jahrhundert alljährlich in der zweiten Augusthälfte das Reiterspiel Trka na prstenac stattfindet (Ringelstechen, bei dem Reiter versuchen, im Galopp mit der Lanze einen Eisenring zu treffen). Weiter nördlich in Richtung des Rasa-Tals liegt die gleichnamige Ortschaft, die ihre Entstehung in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts dem nahe gelegenen Kohlenbergwerk verdankt. In Rasa findet man heute viele Beispiele der modernen Architektur jener Zeit. Jedoch das Zentrum des damaligen Bergbaugebiets war die Stadt Labin. Seit Stilllegung der Gruben nutzt man die alten Stollen als touristische Attraktion. Labin ist für sein internationales Kultur- und Ausstellungsprogramm unter dem Namen "Labin Art Express" bekannt. Die Ortschaft hat sich aus der römischen Siedlung Albona entwickelt. Hier sind viele Denkmäler aus dem Mittelalter und der Neuzeit erhalten. Besonders sehenswert sind die bürgerlichen Paläste und Häuser im Renaissance- und Barockstil.



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